St. Laurentius Markelfingen

Markelfingen wird erstmals 724 in der Reichenauer Schenkungsurkunde an den Bischof Pirmin erwähnt.

Sicher stand um das Jahr 1000 eine kleine Vorgängerkirche an der Stelle der heutigen um 1462 (Jahreszahl im Chorbogen) erbauten Pfarrkirche. Sie wurde 1612 (Jahreszahl am Westportal) wesentlich erweitert und zuletzt 2008 einer umfassenden Innensanierung unterzogen.

Im Chor stand ein mittelalterlicher Altar. Das Altarbild ist heute im Augustinermuseum Freiburg. Die Lindenholzmedaillons an der Südseite im Chor werden auf 1620 datiert.

Um 1612 entstanden Fresken mit Jesus, Maria und den 12 Aposteln, eine theologische Überlegung des hl. Hieronymus und des hl. Pirmin. Jedem Apostel wird eine Teil des Glaubensbekenntnisses zugeordnet, eine Darstellung des Pfingstfestes.

Oben am Chorbogen die Pieta, St.Georg und St. Martin, Figuren aus der Wallfahrtskapelle Markelfingen.

Die Seitenaltäre links Petrus und Paulus und Andreas darüber im Medaillon der hl. Nikolaus und rechts Anna Selbdritt mit Johannes dem Täufer und Johannes Evangelist, darüber ein Medaillon des hl. Sebastian, geschaffen von Anton Bastian um 1740.

Das Mittelalterliche Kreuz (um 1570) und Maria und Johannes (um 1540) - eine eindrucksvolle Darstellung. Die Gnadenmutter und der hl. Josef an der Nordwand werden mit 1740 datiert.

Im Chorraum St. Laurentius (rechts) und St. Roman (links) sind um 1760 entstanden.

Das farbige Kirchenfenster des Kunstmalers Breinlinger wurde bei der Sanierung 1958 eingesetzt. Die Orgel wurde 1987 installiert.

Bei der Innensanierung 2008 wurde die Bemalung des Kreuzrippengewölbes im Chor aus dem 19. Jh. freigelegt 

 

Die Glocken der Kirche in Markelfingen